Warum der Herbst der Hundehaut mehr zusetzt als der Winter

Warum der Herbst der Hundehaut mehr zusetzt als der Winter

Der Herbst tut dem Fell mehr an als der Winter. Im Winter ist es trocken kalt, und die meisten Hunde tragen dann schon ihr dichtes Unterfell. Im Herbst dagegen wechselt alles im selben Monat: nasses Laub, feuchte Luft, und mittendrin der Fellwechsel, bei dem die Sommerdecke rausfällt und die Winterdecke reinwächst.

Drei Dinge, die im Herbst zusammenkommen

Feuchtigkeit, die nicht abtrocknet. Im Sommer ist ein nasser Hund nach einer halben Stunde wieder trocken. Bei zehn Grad und Nieselregen dauert das den ganzen Nachmittag. Feuchtes Fell, das lange feucht bleibt, ist der Nährboden für Hautreizungen und den typischen Nasshund-Geruch, der sich im ganzen Flur festsetzt.

Der Fellwechsel. Läuft bei den meisten Hunden im Frühling und im Herbst, unabhängig von der Temperatur draußen, gesteuert über die Tageslänge. Wer jetzt nicht bürstet, trägt das lose Unterfell wochenlang mit sich herum, und es verfilzt genau an den Stellen, an denen ein Geschirr oder ein Mantel reibt.

Matsch und Streusalz kommen früher als gedacht. Schon im Oktober liegen die ersten nassen Blätter auf dem Weg, und wer im Wald läuft, bringt feinen Split und Erde mit heim, der sich ins Unterfell setzt.

Was tatsächlich hilft

Abtrocknen, bevor er sich hinlegt. Ein Handtuch an der Tür ist keine Kleinigkeit, sondern die wirksamste Maßnahme überhaupt. Rücken, Bauch und vor allem die Pfotenzwischenräume, dort bleibt die Nässe am längsten stehen.

Regelmäßig bürsten, nicht nur wenn es auffällt. Zwei- bis dreimal die Woche reicht bei den meisten Hunden, beim Fellwechsel selbst ruhig öfter. Das entfernt lose Unterwolle, bevor sie verfilzt, und verteilt die Fettschicht, die das Fell von Natur aus wasserabweisend macht.

Pfoten nach jedem Spaziergang kurz ansehen. Zwischen den Ballen sammelt sich im Herbst mehr als sonst: kleine Steinchen, aufgeweichtes Laub, bei manchen Hunden reicht das schon für eine Reizung. Ein feuchtes Tuch reicht meistens, kein aufwendiges Waschen.

Bei langhaarigen Hunden: die Beinbehaarung kürzen. Nicht aus optischen Gründen, sondern weil langes Fell an den Beinen im Matsch am meisten aufnimmt und am längsten braucht, um zu trocknen.

Wann ein Mantel wirklich hilft

Ein Mantel ersetzt keine Fellpflege, aber er verkürzt die Zeit, in der das Fell überhaupt nass wird. Bei kurzhaarigen Hunden und bei alten Hunden mit dünnerem Fell macht das oft den Unterschied zwischen einer trockenen Rückfahrt und einem Nachmittag mit feuchtem Geruch im ganzen Auto. Passende Modelle findest du in unserem Regenmantel-Ratgeber.

Wie du die richtige Größe findest, steht in unserem Beitrag Hundejacke richtig messen: die Zwei-Minuten-Anleitung: Miss Rückenlänge und Brustumfang, dann sagt dir der Rechner die passende Größe. Zwischen zwei Größen nimmst du die größere.