Die kurze Antwort: früher als du denkst. Die lange Antwort hängt an drei Dingen, und keines davon ist die Gradzahl allein.
Worauf es wirklich ankommt
Größe. Kleine Hunde verlieren Wärme schneller, weil sie im Verhältnis zur Körpermasse viel Oberfläche haben. Ein Chihuahua friert bei Temperaturen, bei denen ein Berner Sennenhund gerade erst wach wird.
Fell. Unterwolle isoliert. Wer keine hat, also Windhunde, Dackel, Boxer, viele Terrier und fast alle Hunde mit Kurzhaarschnitt, steht bei fünf Grad im Hemd draußen.
Alter und Gesundheit. Welpen, Senioren und Hunde mit Gelenkproblemen brauchen Wärme nicht als Komfort, sondern als Schutz. Kälte macht steife Gelenke steifer.
Die ehrliche Faustregel
- Über 10 Grad: kein Hund braucht einen Mantel. Wirklich keiner.
- 5 bis 10 Grad: kleine, schlanke und kurzhaarige Hunde bei längeren Runden, ältere Hunde generell.
- 0 bis 5 Grad: alles ohne Unterwolle sollte angezogen sein, sobald es mehr als eine Pinkelrunde wird.
- Unter 0: jetzt zählt auch Nässe und Wind. Ein nasser Hund verliert ein Vielfaches an Wärme.
Woran du erkennst, dass dein Hund friert
Zittern ist das späte Zeichen, nicht das erste. Vorher kommen: angehobene Pfoten, eingeklemmte Rute, gekrümmter Rücken, und dieses zögernde Stehenbleiben an der Tür, das aussieht wie Sturheit und keins ist.
Wenn davon etwas dabei ist, hilft ein Blick in unsere Jacken und Mäntel. Kein Hund braucht fünf davon. Einer, der passt, reicht.